Ein Burnout entwickelt sich schleichend - Arbeitnehmer sollten bei ersten Warnsignalen daher rechtzeitig gegensteuern. «Erste Symptome sind etwa häufige Rücken- oder Kopfschmerzen sowie ein Anstieg der Krankheitstage», erklärt Heike Kunkel, Coach in Hamburg, auf der Bildungsmesse Didacta in Hannover (noch bis 18. Februar). Denn je eher Erschöpfungssymptome erkannt und wahrgenommen werden, desto leichter könnten Arbeitnehmer gegensteuern.
Sie empfiehlt in so einem Fall, sofort einen Kurzurlaub zu machen.
«Man kann etwa beschließen, für ein Wochenende zum Wandern zu fahren.» Diese Maßnahmen trügen aber nur dann Früchte, wenn der Arbeitnehmer noch relativ stabil ist. Sei er dagegen schon völlig ausgebrannt und habe eine ernsthafte Depression, kann ein Kurzurlaub auch kontraproduktiv sein. «Dann ist es eher so wie bei einem Rennpferd, das läuft und läuft, bis es die Ziellinie erreicht, und dann - als es stehenbleibt - einfach umfällt.»
Burnout und andere psychische Leiden sorgen immer öfter für Ausfälle im Beruf: So sind seelische Erkrankungen inzwischen die häufigste Ursache für Frühverrentungen. 2010 sind laut der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bundesweit 70 000 Arbeitnehmer wegen einer seelischen Erkrankung frühzeitig aus dem Beruf ausgeschieden. Seelische Leiden verursachen zudem jeden achten Krankheitstag: Sie waren 2010 bei den Betriebskrankenkassen Grund für 12 Prozent aller Fehltage.
Ignorierten Arbeitnehmer erste Erschöpfungssymptome, müssen sie damit rechnen, dass die eigene Leistungsfähigkeit immer weiter abnimmt. Menschen, die auf ein Burnout zusteuern, machen zum Beispiel immer mehr Fehler, weil sie sich schlechter konzentrieren können.
Auch die Partner sind beim Erkennen von ersten Symptomen für ein Burnout gefragt. Denn sie sind in ihrem Urteil oft objektiver als die betroffene Person, die sich vielleicht einredet, es sei alles ganz normal. Laut Kunkel sollte man hellhörig werden, wenn der Partner plötzlich nicht mehr auf sein Äußeres achtet, weil ihm dazu die Lust und Zeit fehlen oder wenn er geliebte Hobbys aufgibt. Weitere Anzeichen könnten innere Unruhe oder die Vernachlässigung der Familie sein.
Quelle: dpa
17.02.2012 - 09:19 Uhr
"Als erstes müsste man den Unternehmen die Zeit- und Geldaufwendige Schätzung und Ü..."
"Wie oft denn noch? - Seit Bekanntgabe der Verschiebung Einführung ELSTAM gab´s doch..."

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