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23.07.2010 - 08:25 Uhr
Anglizismen: Top oder Flop?
Quelle: dpa

Umfrage zeigt: 42 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer sind genervt von Anglizismen im Alltag

Den englischen Begriff Public Viewing kennt dank der Fußball-WM wohl jeder in Deutschland. Doch der Gebrauch von Anglizismen prägt längst auch den deutschen Berufsalltag. Wer checkt nicht regelmäßig seine E-Mails, downloaded eine Datei oder sitzt stundenlang in einem Meeting? Doch sind Anglizismen, aus dem Englischen entnommene Wörter, im Alltag eher hilfreich oder lästig? Laut einer Umfrage des Online-Karriereportals Monster.de finden 42 Prozent der befragten Deutschen englische Ausdrücke nervig und unnötig. Nahezu die Hälfte der Umfrageteilnehmer findet Anglizismen in Ordnung, solange sie nicht Überhand nehmen. Nur zehn Prozent der Befragten vertreten die Meinung, dass Anglizismen den Berufsalltag vereinfachen und deshalb öfter verwendet werden sollten.

Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick:

Anglizismen im Beruf - lästig oder hilfreich?

Anglizismen im Beruf vereinfachen die Kommunikation - man sollte sie öfter verwenden: 10% (221)

Anglizismen sind für mich in Ordnung, sollten aber nicht Überhand nehmen: 48% (1.020)

Ich finde englische Ausdrücke nervig und unnötig: 42% (893)

Der Vergleich mit den Nachbarländern Österreich und Schweiz zeigt, dass sich die Deutschen am meisten an Anglizismen stören. Nur 29 Prozent der Österreicher und 31 Prozent der Schweizer sind von englischen Ausdrücken im Beruf genervt. 60 Prozent der Österreicher und knapp die Hälfte der Schweizer Umfrageteilnehmer finden Anglizismen in Ordnung, solange sie nicht zu oft zum Einsatz kommen.

12 Prozent der österreichischen und mehr als ein Fünftel der schweizerischen Befragten befürworten gar den verstärkten Einsatz von englischen Wörtern im Berufsalltag. "Englisch ist die globale Sprache, das gilt besonders im Geschäftsumfeld. Gemeinsam benutzte Begriffe erleichtern die berufliche Kommunikation und länderübergreifende Zusammenarbeit", sagt Marcus Riecke, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. "Allein circa 40 Prozent unserer Kunden sind international tätig und hier zeigt sich der Vorteil, wenn die Mitarbeiter Begriffe wie Homepage, Social Media oder Briefing direkt verstehen."

2.394 Befragte in Deutschland, Österreich und der Schweiz stimmten vom 14. Juni bis zum 28. Juni 2010 bei der Umfrage ab. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen und globalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Diese Befragungen sind nicht repräsentativ, sondern spiegeln die Meinung der Nutzer von Monster wider.

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Christa Bartsch schrieb am 30.08.2010 - 08:35 Uhr::
Anglizismen sind für mich in Ordnung, sollten aber nicht Überhand nehmen.
Meinolf Saure schrieb am 09.08.2010 - 17:20 Uhr::
Zukunfttrend ?
was ist sinnvoll.
könnte genauer sein, ist zu allgemein.
Gerd Ulmer schrieb am 26.07.2010 - 13:30 Uhr::
Man sollte unterscheiden: Es gibt Anglizismen, die lassen sich durch einen deutschen Begriff nur schwer "übersetzen"; dann gibt es aber m. M. für den allgemeinen Sprachgebrauch durchaus schöne, aussagestarke deutsche Wörter. Schade, dass hier vor allem durch die Werbung suggeriert wird: Ablizismen lassen sich besser "verkaufen". Dass damit das Deutsche verhunzt wird, stört diese Stragen offenbar nicht. Solch eine Überfrachtung mit unsinnigen englichen Begriffen gibt es wohl in keiner anderen Sprache. Schade!
Irene Opladen schrieb am 26.07.2010 - 11:02 Uhr::
Das Problem ist, dass Anglizismen oft gebraucht werden, um Inhalte aufzumotzen. So finden sich in Stellenanzeigen Berufe mit englischen Bezeichnungen, wo kein Mensch weiß, was das sein soll. Hier wäre mehr Einfachheit mehr Klarheit wünschenswert, ob nun deutsch oder englisch. Wobei ich deutsch besser fände, da merkt man das Hohle und Aufgeblasene viele eher. Deutsch ist klarer und transparenter und nicht so wischiwaschi.
Karl Napf schrieb am 26.07.2010 - 10:56 Uhr::
"Den englischen Begriff Public Viewing ..."
das bedeutet "Leichenschau", öffentliche Aufbahrung.
Irene Lips schrieb am 26.07.2010 - 10:35 Uhr::
Grundsätzlich haben sich Anglizismen in unseren Wortschatz schon fest eingenistet, doch wenn man Ausdrücke schreibt wie "upgegradet" oder "geupdated" frage ich mich schon, ob dies nicht anders gelöst werden kann. Für jüngere Leute kein Problem, bei Älteren sehe ich schon ein grosses Fragezeichen, wenn Sie beim Schluss-/Ausverkauf vor dem Schaufenster stehen und überall sehen "sale". Dies ist beliebig weiterzuführen.
Susanne Heise schrieb am 26.07.2010 - 10:23 Uhr::
Wir haben eine schöne Sprache und brauchen kein Denglisch.
Heike Einsiedler schrieb am 26.07.2010 - 09:22 Uhr::
Von den West- Europäern sprechen die Deutschen das schlechteste Englisch, zusammen mit den Franzosen, vielleicht regen sie sich deshalb so darüber auf.Anglizismen gibt´s doch schon lange. Wer sich über´s catering aufregt kann ja wieder "party-service " sagen. Is doch irre deutsch